Sommer, Sonne, Wuppertal?!

Kongress “Studieren in Zeiten des Wachstumsparadigmas”

Heute endete der Kongress „Studieren in Zeiten des Wachstumsparadigmas“ an der Universität Wuppertal. Vier Tage lang haben sich ca. 40 interessierte Studierende zusammengefunden, um spannende Inputs zu bekommen, selbst viele Fragen aufzuwerfen und diese gemeinsam in Workshops und Diskussionen zu beantworten. Gleichzeitig tagte der Bundesvorstand von CampusGrün an der Uni Wuppertal und die Vertreter_innen mischten sich – wenn es die Zeit erlaubte – gern gesehen unter das Kongresspublikum. Der Kongress wurde vom ASTA der Uni Wuppertal in Kooperation mit dem netzwerk n e.V. organisiert und vom BMBF finanziell gefördert. Sommer und Sonne konnten zwar Anfang November nicht mehr erwartet werden, aber der idyllische Blick über das nebelverhangene Tal, leckeres veganes Essen vom Roten Kreuz (welches eine Prämiere in der Zubereitung veganer Verpflegung feierte und überrascht feststellte, wie einfach das war ;-)) und eine tolle Stimmung unter den Teilnehmenden rundeten die Veranstaltung wunderbar ab.

Am Donnerstag wurden „Hochschulen im Kapitalismus“ beleuchtet, wozu der bekannte Wachstumskritiker Niko Paech eine inspirierende Keynote hielt. Es folgte eine Diskussion und abends fand noch eine Fishbowl-Diskussion statt.

Freitag ging es dann um das Thema „Studium und ökonomische Sachzwänge“, u.a. mit einem Input zur „Großen Transformation“ von Uwe Schneidewind, dem Leiter des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Spannende Workshops und Diskussionen lieferten gedankliche Anregungen, u.a. mit Impuls, dem TransZent und dem Lernort Wuppertal.

Schaut Euch diesen Fernsehbeitrag an, um euch einen besseren Einblick vom Kongress zu verschaffen: http://ww1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-bergisches-land/video-lokalzeit-bergisches-land-948.html. Lukas Vaupel, Organisator des Kongresses, berichtet (im Video ab 15min45s), warum es so bedeutsam ist, sich zu engagieren und die Gestaltung der Zukunft selbst aktiv in die Hand zu nehmen.

Der Samstag widmete sich v.a. der Frage, wie Studierende selbst den Wandel gestalten können und wurde vom netzwerk n moderiert. Nach einem Input von Michael Kopatz zu seinem Buch „Ökoroutine“ wurden Probleme und Hürden herausgefiltert, die uns in dem Bereichen Ernährung, Konsum, Produktion, Mobilität & Ernährung davon abhalten, nachhaltig zu handeln. Im Anschluss wurden Visionen für das Jahr 2030 gesponnen und die Teilnehmer_innen überlegten, mit welchen Schritten wir diesen näher kommen können.

Am Nachmittag gab es dann noch zwei spannende Workshops mit Vertreter_innen der Cusanus-Hochschule und der Initiative Psychologie im Umweltschutz. Nach einem Reflexionsspaziergang und einer Abschlussdiskussion ging es dann in den gemütlichen Teil des Abends über – doch nicht weniger aufregend: Bis spät in die Nacht wurden alternative Gesellschafts- und Wirtschaftsmodelle entwickelt.

Der Sonntag und damit letzte Tag des Kongresses stand unter dem Motto „Aktionsplanung und Reflexion“. Verena vom netzwerk n stellte die vielfältigen Aktivitäten und Beteiligungsformate vor, die der Verein zur Förderung von Nachhaltigkeit an Hochschulen durchführt und anbietet. Dazu gehört z.B. das Wandercoaching, was von den zwei anwesenden Coaches Leonie und Thorsten erklärt wurde. Zwei Kongressteilnehmer_innen der GHG Heidelberg freuten sich schon jetzt auf das Wandercoaching, das bald bei ihnen stattfindet.

 

Zum Abschluss wurde es noch einmal richtig konkret: Es wurden bunte Ideen vorgestellt und gesammelt, die im Alltag aller zu mehr Nachhaltigkeit verhelfen. So z.B. Anleitungen zum Selbermachen von Waschmittel, zur wohnungseigenen Pilzzucht und vieles mehr.

Die Zeit in Wuppertal war ein toller Betriebsausflug von Jannis und Verena vom netzwerk n mit vielen bekannten und ebenso vielen neuen Gesichtern, viel Zeit für Austausch und Inspiration und nachdem wir auch die erste Sehenswürdigkeit, die Wuppertaler Schwebebahn, erfolgreich kennengelernt und genutzt haben, konnten wir erfüllt und motiviert wieder in unsere Berliner Zentrale fahren :-).

Vielen Dank an Lukas und alle anderen Organisator_innen und Mitgestalter_innen, die den Kongress zu einem vollen Erfolg gemacht haben!!!

Und ein letzter Hinweis: Nach dem Kongress ist vor dem Kongress! Die nächste spannende Veranstaltung in Wuppertal steht bereits in den Startlöchern. Vom 25.-27. November findet das Seminarwochenende “Studentische Zeitpolitik im Wandel” statt. Alle Infos dazu findet Ihr hier: http://www.asta-wuppertal.de/veranstaltungen/zeitpolitik/studentische-zeitpolitik-im-wandel-1-infos.