Teil II der Schulungsreihe:  Wir weiten den Blick auf das Hochschulssystem!

Neue Perspektiven in der NRW-Multischulung 1.0

Vom 17. – 19. Januar kamen die angehenden Multiplikator_innen im Rahmen des Projekts „Studierende gestalten nachhaltige Hochschulen in NRW“ wieder zusammen, um sich noch tiefer mit dem System Hochschule zu beschäftigen und ihr Wissen weiter zu entwickeln. Im “Alten Forsthaus” Gevelsberg haben wir einen Querschnitt an Themen aufgegriffen und uns in wohligster Arbeitsatmosphäre ausgetauscht. Dieses Mal waren neue spannende Referent_innen mit an Bord, die das Programm ergänzt haben.

Von der Projektplanung und -Organisation ging es nun auf die politische Ebene, um den Rahmen von Engagement in verfassten Studierendenschaften besser zu verstehen. Nach einem gemeinsamen Ankommen am Nachmittag und einer Phase von Austausch und (besser)Kennenlernen, hat Amanda Steinmaus vom Freien Zusammenschluss von Student*innenschafen einen Überblick der Historie und der aktuellen Positionen und Herausforderungen vom fzs gegeben. Das lieferte gleich zu Anfang den Impuls, die politische Ebene im Hochschulkontext mitzudenken.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der individuellen Handlungsmöglichkeit und dem Ausbau von Fähigkeiten: Gruppenleitung und Moderation stand auf dem Programm. Laura Stüdemann vom netzwerk n hat die Teilnehmenden bei ihren eigenen Erfahrungen mit Gruppen und Gruppenleitung abgeholt, ist auf Kommunikationshinweise eingegangen und hat verschiedene Phasen in der Gestaltung eines Workshops aufgezeigt. Die Sorgen und Befürchtungen in der Gruppe, was Herausforderungen einer Moderation angeht, konnten im gemeinsamen Austausch aufgefangen und Lösungsvorschläge gefunden werden. Dabei kam auch das Thema Wertschätzung in Gruppen nicht zu kurz – denn nicht nur die Moderatorin, auch die Teilnehmenden waren begeistert von dem Workshop!

Mit vollen Köpfen und viel Motivation ging es am dritten Tag daran, das Hochschulsystem mit all seinen Akteur_innen zu verstehen. In Kleingruppen haben die Teilnehmenden sich das System erschlossen und gegenseitig Wissen ergänzt, bevor schon der nächste spannende Gast mit dazu kam: Dr. Ute Symanski. Als selbstständige Hochschulcoachin hat sie bei der Schulung einen externen Blick auf die “internen” Hochschulstrukturen gegeben und Tipps und Erfahrungen aus der Arbeit mit Leitungsebenen und Veränderungsprozessen innerhalb von wissenschaftlichen Institutionen weitergeben. Abgerundet wurde der Tag durch die Vorbereitung des Dialogforums – die Abschlussveranstaltung des ersten Schulungsjahrgangs.

Als spannender Zusatz konnte die Gruppe am 20.01. noch ein Gespräch mit Prof. Dr. Uwe Schneidewind am Wuppertal Institut führen. Nach frühem Aufbruch aus Gevelsberg sind wir in einer Gesprächsrunde noch intensiver auf den Hochschulkontext in NRW eingegangen und haben uns zu Zukunftsperspektiven für Hochschultransformation ausgetauscht. Denn ein grundsätzlicher Wandel kann auch in großen Institutionen mit einer guten Balance zwischen Aktivismus und Kooperation gelingen.

Es war ein langes und inspirierendes Wochenende und nun geht es weiter zum Dialogforum am 27. Februar in Düsseldorf, um das Gespräch mit Hochschulakteur_innen auf Augenhöhe zu suchen. Die Anmeldung ist offen, seid mit dabei und steigt mit ein in das Gespräch für nachhaltige Hochschulen in NRW!

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