Magisches Multitreffen – drei feine Tage auf der Burg

Nun liegt das Multitreffen schon wieder eine Weile zurück – und wir schwelgen immer noch in Erinnerungen. Erinnerungen an das erste projektübergreifende Treffen in Präsenz seit eineinhalb Jahren, Erinnerungen an eine Burg mit sehr angenehmen Mitarbeitenden, einem riesigen dicken Turm und einer grandiosen Aussicht, die uns das Frühstück versüßt hat. Aber auch Erinnerungen an intensive Diskussionen ohne abgehackte Stimmen bei BigBlueButton, horizonterweiternde Workshops mit edding-beschmierten Fingern und lange Abende am Lagerfeuer. Das alles hat so gefehlt!

Doch der Reihe nach: Am Freitag, den 04. Juli trudelten gegen Mittag Mitglieder des Orgateams und die early birds der Teilnehmenden auf der Burg Rieneck in der Nähe von Würzburg ein. Als alle Vorbereitungen getroffen waren, fand sich auch schon der Großteil der 34 Teilnehmenden im Innenhof der Burg wieder, darunter viele aktuelle und ehemalige Wandercoaches und Menschen aus dem Vorstand, Projektmitarbeitende und einige neue Gesichter.

Nach einigen sorgsam ausgewählten Energizern, die den Kreislauf in Schwung brachten und äußerst interessante Erkenntnisse ans Tageslicht beförderten, stand der Freitag im Zeichen des Kennenlernens aber auch in einer Bestandsaufnahme der sozial-ökologischen Transformation an Hochschulen. In einer Fishbowldiskussion wurde dazu das netzwerk n mit seinem Schaffen und zukünftigen Potentialen verortet.

Beim späteren Ausblick auf das Wochenende wurde Awareness und achtsamer Umgang besonders thematisiert. Ausgehend von unserer Awareness AG besteht der Wunsch, Awarenessarbeit stärker in den Strukturen und Veranstaltungen des netzwerk n zu verankern. Hierfür war das Multitreffen eine wichtige Möglichkeit, Aspekte eines Awarenesskonzepts auszuprobieren, unsere eigene Positionierung und Machtdynamiken innerhalb des netzwerk n zu reflektieren und möglichst vielen einen „safer space“ zu ermöglichen. Uns ist dennoch bewusst, dass wir mit unserer Arbeit sehr am Anfang stehen und uns dabei in einem kontinuierlichen Lernprozess befinden.

Der Samstag war besonders durch eine große Vielfalt an Workshops geprägt und dem Blick auf die Gegenwart des Vereins geprägt. So gab es spannende Einblicke in die politische Lobbyarbeit, neue Projekte und die Social-Media-Welt des netzwerk n, einen Hackathon für das neue n wiki, einen beeindruckenden Workshop zu kritischen und dekolonialen Perspektiven auf Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie eine Arbeitssession zur Weiterentwicklung des Wandercoachings. Apropos – natürlich bedeutet das Multitreffen auch den Abschluss eines Wandercoachingjahrgangs, mittlerweile der Generation 7.0. So kamen fast alle Wandercoaches an diesem Wochenende auf der Burg Rieneck zusammen, um in vertrauter Runde das vergangene Jahr, die vielen Coachings und das in den Schulungen Gelernte zu reflektieren. Am Abend fand dann die feierliche Wandercoaching-Abschlusszeremonie statt. Im Schein der Lampions verwandelte sich danach der Garten der Burg in eine bunte Open Stage, auf der getanzt, gebeatboxt, gerappt, gesungen, gedichtet und vieles mehr wurde. So viele Talente, so viel Mut und so viel gegenseitige Wertschätzung – das war ein wahrlich besonderer Abend.

Zwischen der üblichen Aufbruchsstimmung am Sonntag vormitttag blieb noch viel Zeit für eine Reflexion des Wochenendes, insbesondere aber auch einen Ausblick auf die kommenden Entwicklungen und Herausforderungen des netzwerk n. Hierbei standen insbesondere eine Konkretisierung der Weiterentwicklung des Wandercoachings, das Einbinden von Multis in n-Strukturen und die strategische Ausrichtung des Vereins im Vordergrund.

Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen – das Multitreffen war wie im Flug vergangen. Als die Letzten die Burg verließen, zog ein Gewitter samt Sturzregen über Rieneck hinweg – ein donnernder Schlussakt nach 3 Tagen schönstem Sonnenschein.