Wandercoaching INUI Innsbruck

Erfahrungsbericht zum Wandercoaching vom 3. bis 5. Juni 2022

Los geht‘s am Freitagnachmittag. Die anfangs müden Gesichter nach einer vollen Woche hat der Sturm draußen oder vielleicht auch die Vorfreude drinnen, als es dann endlich los ging, schnell weggeblaßen. Wir freuten uns alle auf ein produktives Wochenende und sammelten erst einmal unsere Wünsche und Bedürfnisse für das Wochenende. Anschließend überlegten wir uns was Nachhaltigkeit eigentlich ist: Nachhaltigkeit ist Farradfahren. Ja, und regionale Ernährung. Ja, und sich politisch für Klimaschutz engagieren. Ja, und alle Menschen mitdenken. Ja, und so viel mehr!

Ziemlich schnell verging die Zeit und alle waren hungrig. Glücklicherweise hatten wir die Mahlzeiten so aufgeteilt, dass jede*r für ein Essen zuständig war und so mussten wir das leckere Chilli nur noch aufwärmen und genießen. Den Abend ließen wir bei netten Gesprächen, beim Tischkickern, mit dem kotzenden Känguru und ein paar Runden verknotet im Gordischen Knoten ausklingen.

Am nächsten Morgen schien die Sonne, so dass wir nach einem Frühstück draußen mit Bergblick auch direkt dort weiter machen konnten. Dadurch, dass es seit ca. Einem Jahr ein Green Office an unserer Uni gibt (was super ist!), übernehmen die Menschen dort nun auch manche Dinge, die wir zuvor als Teil unserer Arbeit als Initiative gesehen haben. Für uns hieß es am Samstagvormittag also zu überlegen was wir in Zukunft tun wollen. 


Herausgekommen ist eine Struktur basierend auf 2 Säulen: Aktivismus und Auseinandersetzung – zum einen wollen wir auf Probleme (v.a. An der Uni hinweisen), zum anderen wollen wir einfach viele kleine nette Aktionen durchführen, bei denen Menschen dazu angeregt werden sich auf unterschiedlichste Weise mit Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.


Da es immer wärmer wurde, sind wir am Nachmittag nach drinnen umgezogen. Wir durften in den Räumen der BALE Innsbruck, einem Co-Working Space, sein, wo es u.a. einen sehr großen gemütlichen Raum mit Teppichboden gab und wir uns sogar mit einer Runde Fankus wieder aus dem Mittagstief herausholen konnten. Inhaltlich ging es weiter mit der Frage, wie wir es schaffen neue Mitglieder zu bekommen, da wir während der Corona-Zeit doch sehr geschrumpft sind. Ein schwieriges Thema, aber wir hoffen doch sehr, dass es uns gelingt spätestens im Herbst zu Semesterbeginn wieder viele motivierte Mitstreiter*innen zu haben. Für das Abendprogramm haben wir ein paar ehemalige INUIs und Grundüngsmitglieder eingeladen. Es war sehr interessant nochmal zu hören wie es zu Beginn war, was die Motivation war, welche Hürden es gab und gleichzeitig aber auch zu sehen was INUI die letzten 4 Jahre schon erreicht hat.

Nachdem wir den Sonntagmorgen wieder mit einem Frühstück auf der sonnigen Terrasse begannen und unser Coach Emil uns einen kurzen und knackigen Input zu verschiedenen Transformationsstrategien gab, durften wir uns einige spannende Projekte anderer Initiativen anschauen. Mit diesen tollen Ideen im Hintergrund sind wir unsere eigene Projektplanung dann angegangen und hatten auch genügend Zeit uns mit einem konkreten Projekt auseinanderzusetzen. Zum Abschluss erstellten wir uns noch eine Roadmap, also einen Zeitstrahl wann wir was umsetzen wollen. Dafür, dass wir gerade eine so kleine Gruppe sind, haben wir ziemlich viel vor – auch über den Sommer, wenn es an der Uni ein bisschen ruhiger sein wird! Langsam kommt schon wieder ein Sturm auf, der uns dieses mal wieder in unseren Alltag zurückblasen wird. In der Zwischenzeit haben wir aber ziemlich viele Pläne geschmiedet und unser Ziel überdacht. Außerdem sind wir als Gruppe weiter zusammen gewachsen.

Vielen Dank an Thomas und Emil, die uns das ganze Wochenende gecoacht und unterstützt haben! Die, die sich Methoden überlegt haben und Gedanken gemacht haben, wie sie das WaCo mit uns gestalten, dass es uns möglichst viel bringt und am Ende ihre Pläne doch wieder über den Haufen geworfen haben, um uns noch mehr das zu bieten, was wir gerade brauchten. Danke dafür!

Die Veranstaltung fand vom 3.-5. Juni in Präsenz statt.