IM Vordergrund der Weg zu einem Burgtor. Im Burgtor hängt eine netzwerk n Flagge.
Viele Menschen vor dem Hintergrund einer Steinmauer mit fröhlichen Gesichtern.

Das nival – unser transformatives Bildungsfestival

Wir bilden uns gemeinsam weiter und feiern 10 Jahre netzwerk n!

Vom 16.-19. Juni 2022 trafen sich knapp 100 transformationsbegeisterte Menschen auf der Burg Lohra in Thüringen. Eine tolle Kulisse – über die Zukunft nachdenken vor Jahrhunderte alten Gemäuern! Ein Jahr lang hatte das komplett ehrenamtliche Orga-Team das Festival liebevoll geplant und in die Wege geleitet, und mit viel Herzblut und Durchhaltevermögen das Festival möglich gemacht. Vor Ort fand dann im sonnigen Burghof ein Programm in drei Themensträngen statt: Soziale Gerechtigkeit, Aktivismus und Skills für den Wandel.

Darunter tummelten sich konkret Workshops wie „Nachhaltig aktiv bleiben“, „Kollektives Wirtschaften“ „Philippines 101 – Menschenrechte und Demokratie auf den Philippinen“, „Utopie konkret“, „Kolonialismus und Hochschule“, „Erneuerbare Energien selber machen“ und „Gewaltfreie Kommunikation“. Wie man sich da entscheiden soll? Schwierig!

Zum kurz Durchatmen und Kälte-Baden (bei über 30°C im Schatten erfinden sich neue Konzepte) diente der Burgkeller, in dem auch ganz klimafreundlich ohne Strom die Getränke kalt standen. Die wurden dann an der allseits beliebten Haifisch-Bar von Gastwirtin Anna verteilt. Natürlich gab es dort – wie in guten Bars üblich – nicht nur Getränke, sondern auch neue Bekanntschaften, Reflexionen über das gerade Erlebte sowie gemeinsames Utopien spinnen und Pläneschmieden.

Jeden Abend konnten wir einem Musik-Act lauschen und wurden dabei von Illute verzaubert, von Brass Riot zum Tanzen angeheizt, von Nils Christian Wédtke zum andächtig Lauschen und auch mal Mitsingen verlockt. Im Anschluss wurde in der Gewölbedisko ausgelassen getanzt – Konstantin, Roman und Rute brachten fetten Bass in das alte Gewölbe mit wunderschönen Rundbögen, die knallig pink ausgeleuchtet waren, sodass eine aufregende Verschmelzung von Vergangenheit und Moderne entstand.

Wer eher visuell veranlagt war, konnte sich im schönsten Raum der Burg jeden Abend auch einen (Nachhaltigkeits-)Film anschauen – Beamer und Leinwand waren vorhanden, ein großes Sofa zum gemeinsam Einkuscheln ebenfalls.

Visuell und auditiv wurde am Freitag das zehnjährige Jubiläum des netzwerk n gefeiert! Mit dem Gründungsmärchen des Netzwerks blickten wir zurück, und bewiesen dann unser Wissen in der sagenumwobenen Spielshow „Wer wird netzwerk n-Expertin?“. Gewonnen haben natürlich alle – und konnten sich als Preis das wunderschöne Gedicht von Tim über seine n-Erlebnisse anhören. Da bleibt nur zu sagen: Auf weitere 10 umtriebige Jahre in der Bildungstransformation! Prost!

Zum Kopf freipusten gab es zwischendurch Yoga und Spikeball. In der Entdecktungswelt wurde das ganze Burggelände zum Erkundungsort, auf dem sich verschiedenste Stationen fanden, wie eine Lese-Ecke, Siebdruck, Vulvenkunst, Menstruations-Infos und natürlich ein Infostand zum netzwerk n. Wer etwas eigenes auf die Beine stellen wollte, konnte das im Open Space im Workshop- oder Diskussionsformat, oder es bei der Open Stage am Abend direkt auf die Bühne bringen.

Liebevoll verpflegt wurden wir von einem großartigen und unermüdlichen Küchenteam – Politik und Wandel lässt sich doch am besten bei leckerem Essen besprechen! Wer ein offenes Ohr brauchte, oder Unterstützung im Falle von übergriffigem bzw. diskriminierendem Verhalten, oder auch einfach ein wenig Ruhe und ein Stück Schokolade, fand beim Awareness-Team Hilfe.

So kehrten wir nach drei intensiven Tagen mit neuen Bekanntschaften, Plänen und Träumen im Gepäck zurück in die Wirklichkeit – und lassen nun die Kraft und Freude aus der gemeinsamen zärtlichen, leidenschaftlichen und zuversichtlichen Zeit in die gesellschaftliche Transformation fließen!

Ein großer Dank geht an die Alfred-Toepfer-Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und RENN.mitte, FuturZwei, kolle mate, Taifun, Vegablum, Rettergut und Quartiermeister für die Unterstützung, mit der das nival in dieser Form ermöglicht wurde!

Außerdem möchten wir uns bei Uwe und Simona von unserer Location – der Burg Lohra – bedanken, die uns vor Ort tatkräftig zur Seite standen!

Nicht zuletzt sind wir euch allen vor Ort Mitwirkenden und Teilnehmenden auch unglaublich dankbar für eure Energie, Begeisterung und euren Support! Lasst uns die Gespräche weiterführen, die Ideen weiterdenken und den Wandel gemeinsam voranbringen.

Es war uns ein Fest – bis ganz bald 😊

Autorin: Angelika Heckmann