Die digitale Workshopreihe für nachhaltige Hochschulen in Nordrhein-Westfalen

Austauschfreudig, ideenreich und heterogen – ein Rückblick auf den Teach-a-thon

 

Anfang Oktober 2021 fand der erste virtuellen Teach-a-thon für nachhaltige Hochschulen des Projekts „ESDfor2030: Ein Teach-a-thon für nachhaltige Hochschulen in Nordrhein-Westfalen“ statt. Unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen sollten dabei Ideen für nachhaltige Lehr-Lern-Formate an den teilnehmenden Hochschulen entstehen und durch Lehrende und Studierende gemeinsam entwickelt werden.

Mit den Dilemmata der nachhaltigen Entwicklung im Hinterkopf, welche in der Spring School zu Anfang des Projekts diskutiert worden, haben wir uns im Teach-a-thon wieder auf eine abstraktere Ebene bewegt und darauf geschaut, wo es in der Lehre Veränderungen braucht, um an Hochschulen Themen einer nachhaltigen Entwicklung zu stärken.

Am 1. Oktober war das erste von insgesamt drei digitalen Treffen an dem vier Gruppen aus verschiedenen Hochschulen teilnahmen. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen, innerhalb und zwischen den Gruppen, lag ein starker Fokus der Veranstaltung auf einem grundlegenden gemeinsamen Verständnis von BNE sowie der Entwicklung erster Ideen für das Format und dem Hineinversetzen in die geplante Zielgruppe. Zusätzlich erhielten die Teilnehmenden durch einen Vortrag von Marius Albiez vom KIT einen guten Einblick, wie Prinzipien einer BNE ganz praxisnah im Rahmen von Reallaboren gestaltet sein kann.

Bei der zweiten Veranstaltung am 8. Oktober trafen sich wieder alle Teilnehmenden im digitalen Raum, um an den Ideen des vorherigen Workshops anzuschließen. Dabei konnten sich die Teilnehmenden tiefer mit den Prinzipien einer kooperativen, transformativen BNE auseinandersetzen und dies später im Austausch mit Annaliesa Hilger, Nachhaltigkeitsmanagerin der Uni Witten-Herdecke und ehemalige Koordinatorin des Netzwerks BNE in der Lehrkräftebildung in NRW, auf ihre geplanten Bildungsveranstaltungen beziehen. Darauf aufbauend wurden zum Ende des Workshops konkrete Ziele formuliert und dabei die verschiedenen Lernebenen des Orientierungsrahmens für BNE einbezogen.

Diese Zielformulierung wurde im letzten Workshop am 15. Oktober fortgesetzt und die persönlichen aber auch formatbezogenen Ziele stärker konkretisiert und weiter mit Inhalten gefüllt. Darauf aufbauend entwickelten die einzelnen Gruppen eine Roadmap mit den nächsten Schritten zur Umsetzung des Projekts und stellten sich gegenseitig ihre Ideen allen Teilnehmenden. Zudem gab es auch zu diesem Termin einen Austausch mit Amelie Schönhaar, Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung an der Uni Tübingen, zu niedrigschwelligen Angeboten für Hochschul-BNE und partizipativen Ansätzen.

Insgesamt wurde der Teach-a-thon von Gruppen mit sehr heterogenen Voraussetzungen und Hintergründen besucht, was sich auch in dem verschiedenen Veranstaltungsideen zeigte, die entwickelt wurden. Insgesamt ergab sich aber ein für alle Seiten bereichernder Austausch, von dem Studierende und Lehrende profitieren konnten. Deshalb wird es nun umso interessanter, wie diese Ideen in den kommenden Monaten an der TH Ostwestfalen-Lippe, der Universität Paderborn, der Kunstakademie Münster und der TU Dortmund praktisch umgesetzt werden.